Inhalte

ECOBINE stellt Ihnen in strukturierter Form das komplexe und umfangreiche Fachwissen zum ökologischen Planen und Bauen bereit. Erkenntnisse aus zwei Jahrzehnten Forschung und praktischen Bauerfahrungen fließen hier ein.

Die Lerninhalte sind systematisch geordnet und modular aufgebaut. Da das Gesamtwissen sehr komplex ist, werden die Inhalte in Teilgebieten gesondert behandelt und letztlich wieder in den Gesamtzusammenhang gestellt.
Als Teilgebiete sind zu nennen: Energie, Wasser, Baustoffe, Abfall, Städtebau/Freiraum, Mobilität, Soziokultur und Ökonomie.

Die Teilgebiete selbst untergliedern sich in Hauptthemen, Themen bzw. Unterthemen. In jedem Teilgebiet wird zunächst die bestehende Situation mit deren auftretenden Umweltproblematiken geschildert. Leitziele werden festgelegt und Rahmenbedingungen erläutert.
Mit den Handlungsansätzen werden dann konkrete Lösungsmöglichkeiten bis ins Detail vorgestellt, diskutiert und abgewogen.
Beispielprojekte zeigen die praktische Umsetzbarkeit im konkreten Kontext einer Bauaufgabe.

Da das Ganze nicht die Summe seiner Teile darstellt, sondern vielfältige Einflüsse, Bedingungen aber auch Gegenwirkungen der Teilgebiete untereinander bestehen, d.h. eine vielschichtige Vernetzung existiert, sind die Lerninhalte diesen Sachverhalt entsprechend miteinander verlinkt/ verknüpft.

Die Lerninhalte von ECOBINE bauen sich nach Grund- und Fachwissen modular auf, sind erweiterbar und unterliegen der ständigen Aktualisierung aus den Erkenntnissen von laufenden Forschungs- und Projektarbeiten.
Zum einen bilden die Teilaspekte selbst Module und zum anderen die Vertiefungsthemen innerhalb dieser.

Ökologische Struktur

Im Vorfeld wird der Rahmen der Aktivitäten des Bauens geklärt. Es besteht eine ökologische Struktur, in die der Mensch baulich eingreift und damit die Umwelt beeinflusst, teilweise mit starken Schädigungen und irreparable Veränderungen.

Teilgebiete

Teilgebiet Energie: Der Energiebedarf bzw. Energieverbrauch gilt vielfach als Schlüsselbereich der Umweltaktivitäten. Mit dem Einsatz von Energie wird meist nicht nur eine begrenzte Ressource beansprucht, es werden auch eine Vielzahl von Schadstoffen freigesetzt (Staub, Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle u.a.). Handlungsansätze zur Energieeinsparung und zur Nutzung regenerativer Energien werden vorgestellt deren Einsatzgebiete festgelegt.
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Teilgebiet Wasser: Weltweit ist die Versorgung der Natur und der Menschen mit Wasser ausreichender Qualität das Problem Nr. 1. Die konventionelle Praxis der Wassernutzung und Abwasserbeseitigung führt zur Verschmutzung der Ressource, die Zerstörung der natürlichen Speicher- und Reinigungssysteme, zur Unterbrechung und Gefährdung der örtlichen Wasserkreisläufe und Nährstoffkreisläufe. Lösungen zur Trinkwassereinsparung und Kreislaufführung sind oft simpel.
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Teilgebiet Baustoffe: Der größte Teil aller Materialienströme geht auf das Erstellen von Bauwerken zurück. Bauen bedeutet Rohstoffe und Flächen verbrauchen, Abfall erzeugen, Schadstoffe freisetzen,... Die Betrachtung des Lebenszyklusses der Baustoffe von der umweltschonenden Gewinnung bis zur Kreislaufführung ermöglicht die Handlungsspielräume aufzudecken. Ein wesentlicher Anspruch dabei ist die Ausrichtung der Konstruktion und des Gebäudes, um ökologische Baustoffe zu ermöglichen.
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Teilgebiet Abfall: Abfall darf es eigentlich geben. Viele wertvolle Rohstoffe werden vernichtet. Weltweit wachsen die Abfallberge immens. Stoffe müssen von vorn herein so konzipiert sein, dass kein Abfall entsteht und Trennung der Komponenten möglich ist. Die Nutzung von Sekundärstoffen kann sinnvoll im ökologischen Gesamtkonzept eingegliedert werden.
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Teilgebiet Stadtbau/ Freiraum: Der Aspekt der mangelnden Wohnqualität in Städten führt zu einer fortschreitenden Zersiedlung der Landschaft. Die Forderung nach Stadtschaft - ein Hineinbauen in die Landschaft, ohne deren Funktionsfähigkeit zu zerstören - wird laut. Ansatzpunkt ist das verdichtete Bauen mit kurzen Wegen, welcher die Stadtstruktur bestimmt. Gleichzeitig muss die Freiraumkonzeption dem Erhalt der Wasser- und Nährstoffkreisläufe vor Ort dienen als auch des bioaktiven Bodens.
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Teilgebiet Mobilität: Der Drang nach Mobilität stieg nach der industriellen Revolution aufgrund ihrer energetischen Möglichkeiten sprunghaft an. Die Wege wurden länger, die Geschwindigkeiten immer höher. Eine endlose Spirale von flächenverbrauchender/-versiegelnder Verkehrsinfrastruktur wurde in Gang gesetzt, die Lebensraum und Ressourcen verbraucht. Zum einen können auf der stadtstrukturellen Ebene kurzen Wege geschaffen werden und zum anderen durch Mobilitätsmanagement flächen- und ressourcenschonende alternative Verkehrsmittel angeboten werden.
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Teilgebiet Soziokultur: Stadt ist sozialer Lebensraum, in dem sich verschiedene Altergruppen, Rassen und Kulturen treffen, arbeiten, wohnen und kommunizieren. Der Aspekt des Zusammenlebens spielt eine wichtige Rolle: die Mischung und Vielfalt der Gebäudenutzung von Arbeiten und Wohnen, von Alten und Jungen steht dabei im Vordergrund. Ansatzpunkt für die Entwicklung eines sozial ausgeglichenen Stadtquartiers ist die Integration verschiedener Einkommensgruppen, Haushaltstypen und Lebensstilgruppen.
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Teilgebiet Ökonomie: Städte sind Orte des Handels, des Gewerbes, der Dienstleistungen und der Produktion und somit Orte der Arbeit. Wirtschaftliche Gesichtspunkte müssen in der Planungskonzeption Eingang finden, Marktnachfrage und Lage sind bestimmende Faktoren. Auf der Gebäudeebene sind Kostenrechnungen zu erstellen. Insgesamt ist ökologisches Bauen immer ökonomisch, da Folgen von Umweltschäden vermieden werden.
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Ökologische Gesamtkonzepte


ECOBINE-Themengebiete

Ökologisches Bauen dient dazu, den Menschen Leben und Arbeiten und die Befriedigung ihrer sozialen und kulturellen Bedürfnisse zu ermöglichen, ohne langfristige Schäden an der Umwelt anzurichten.

Hierzu ist für die jeweilige Planungsaufgabe ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das die vielen Einflüsse aus den Teilgebieten sinnvoll und vorteilhaft zusammen führt. Hierzu bedarf es einer systematischen Vorgehensweise:

  • Probleme analysieren,
  • Ziele nennen,
  • Wege suchen innerhalb von Gesamtkonzepten,
  • Lösungen erarbeiten,
  • Lösungen umsetzen und immer wieder den Erfordernissen anpassen.

Diesen Weg gilt es insgesamt zu verfolgen. Da dies aber zu komplex ist, müssen wir es auf Teilgebieten versuchen, diese aber wieder in den Gesamtzusammenhang stellen - ein schwieriges Unterfangen. Der Blick ins Detail und gleichzeitig auf das Ganze ist schwer zu realisieren.
Unser Leben sinnvoll in den Kreislauf der Natur einbetten, das müssen wir erreichen.

Nicht das fertige Ergebnis soll angestrebt werden, sondern der Umgang mit Problemen und Lösungen. Bestandteil ist das Abwägen von Vor- und Nachteilen verschiedener Techniken und das Beobachten, wie verschiedene Einflüsse einander greifen.

 
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